| 6 Capricci | |
| für Kontrabaß Solo
Musik von Dirk D'Ase Als der Kontrabaßist Korneel le Compte mir im Sommer 1982 den Auftrag gab, ein Werk für Kontrabaß Solo zu komponieren, ahnte ich schon, daß dies eine äußerst schwierige Aufgabe war. Ein riesiges Instrument, das durch seine Dimensionen an den Musiker große Anforderungen stellt, sowohl spieltechnisch als auch bei der Klangerzeugung. Der erste Gedanke war, die Musik in verschiedene Klang- und Bewegungssätze aufzuteilen und diese nebeneinander zu setzen. So entstanden sechs Sätze, die leben und wachsen mit den Launen des Kontrabaßes. Daher auch der Titel, Capricci. Das Wort "capriccio" benützen die Italiener für Laune oder Einfall. In der Musik ist ein Capriccio, ein einfallsreiches, phantasievolles Stück mit freier Form. Daß diese 6 Capricci eine virtuose Technik verlangen, ist nicht nur hörbar, jedoch vorallem für den Kontrabaßisten deutlich spürbar. Von mir aus ist ein Versuch gewesen, den Kontrabaß dreizehn Minuten lange "klingen" zu lassen nach den Launen des Instrumentes. Die 6 Capricci wurden 1991 an der Brüssler Oper durch den Kontrabaßisten Korneel le Compte uraufgeführt. |
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